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Schwindel & Gleichgewichtsstörungen - Ursachen, Diagnose und Therapie - HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. Stehle und Dr. Steinbauer - München und Regensburg

Behandlung von Gleichgewichtsstörung in Regensburg - HNO-Praxis Dr. Stehle / Dr. Goroll

 

Schwindel ist eines der häufigsten Symptome, mit denen ein Arzt konfrontiert wird. Schwindel betrifft alle Altersgruppen, ist meist harmlos, in wenigen Fällen jedoch kann eine schwerwiegende Ursache dahinter stecken. Neben Schwindel, der vom Gehirn bzw. vom Herz-Kreislauf-System (z.B. niedriger Blutdruck) ausgeht,  kann Schwindel durch Herzerkrankungen, durch Augenerkrankungen, aber auch psychogen ausgelöst werden. Die wichtigste Aufgabe des HNO-Arztes ist, einen sogenannten vestibulären Schwindel, der von den Gleichgewichtsorgangen im Innenohr kommt, auszuschließen.

 

Diagnose bei Schwindelsymptomen:

 

Im Zentrum steht die genaue Befragung durch den Arzt über die Dauer des Schwindels, die Art des Schwindels: Drehschwindel, Liftschwindel, Schwankschwindel, heftige u. langsame Drehungen, anhaltender
Schwindel. Ist der Schwindel durch Bewegung verstärkt, ist er durch Einnahme von bestimmten Körperpositionen auszulösen. Weiterhin abgeklärt werden muss die Frage nach Begleitsymptomen z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit , Erbrechen, Fieber, Frage nach Hörminderung oder Ohrgeräuschen. Abzuklären sind Stoffwechselstörungen, wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen.

 

Dringend erforderlich ist auch eine neurologische Untersuchung.

 

Bei Verdacht auf einen sogenannten peripher-vestibulären Schwindel muss der HNO-Arzt die peripheren Gleichgewichtsorgane nach Leistung und Funktion untersuchen.

 

Es gibt unterschiedliche Arten von Schwindelerkrankungen:

  • Der benigne paroxismale Lagerungsschwindel:

Dies ist die häufigste Schwindelform, hierbei kommt es zu Ausschwemmen von sehr, sehr kleinen Steinchen, sogenannten Otolithen, bei beim gesunden Menschen in einem geleeartigen Polster im Gleichtgewichtsorgang fixiert sind. Gleiten diese Otolithen durch Kopfdrehbewegungen in die Bogengänge des Gleichgewichtsorganes, kommt es zu Auftreten von Schwindel. Dieser Schwindel wird in der Regel durch Einnahme einer bestimmten Körperlage ausgelöst, deshalb der Begriff Lagerungsschwindel. Es kommt durch Lagewechsel zu 20-30sek.anhaltende Drehschwindelattacken, oft verbunden mit Übelkeit und Erbrechen.
Der HNO-Arzt führt ein sogenanntes Lagerungsmanöver durch, das zu
einem Schwindel und Augenbewegungen (Nystagmus) führt.

  • Neuronitis vestibularis:

Unter einer Neuronitis vestibularis ist der Ausfall eines Gleichgewichtsorganes oder des zugehörigen Gleichgewichtsnerven zu verstehen. Hier kommt es zu einem langsam einsetzenden Drehschwindel mit Fallneigung zur betroffenen Seite sowie Übelkeit und Erbrechen. Dieser Schwindel ist im Gegensatz zum Lagerungsschwindel ständig vorhanden, wird durch Körperdrehung verstärkt.

  • Morbus Menieré:

Beim sogenannten Morbus Menieré tritt ebenfalls Dauerschwindel von Stunden bis Tagen auf , hier ist der Schwindel jedoch mit Hörminderung und Ohrgeräuschen vergesellschaftet.

  • Beidseitiger Ausfall des Gleichgewichtsorganes:

Durch Gifte, auch durch Medikamente sowie eine Meningitis kann es zum Ausfall beider Gleichgewichtsorgane der Innenohren kommen.

  • Zentral-vestibulärer Schwindel:

Wenn die Ursache im Bereich des Gehirns, der Hirnhäute oder der Hirndurchblutung liegt, spricht man von zentral-vestibulärem Schwindel. Insbesondere bei gleichzeitig auftretenden Kopfschmerzen muss an eine Migräne gedacht werden.

  • Nicht vestibuläre organische Schwindelformen:

Hierunter fällt Schwindel, der durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, nervenbedingten Erkrankungen ausgelöst wird.

  • Psychogene Schwindelformen:

Psychogen ausgelöster Schwindel tritt relativ häufig auf, insbesondere in Form von Stand-, Gangunsicherheit, Benommenheit. Natürlich muss vor einer Festlegung auf einen psychogenen Schwindel eine organische Ursache ausgeschlossen werden.

Hierzu müssen der Neurologe, Augenarzt, Orthopäde, Psychologe und der HNO-Arzt interdisziplinär gut zusammenarbeiten. Bildgebende Verfahren, wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Ultra-schall-Untersuchungen der Halsgefäße etc. sind zielführend.

 

In jedem Fall sollten Sie sich bei diesen Erkrankungen oder Symptomen von einem Spezialisten beraten lassen. Sprechen Sie mit uns - in unserer Praxis für HNO in Regensburg oder auch in München. Dr. Walter Stehle - Spezialist für Erkrankungen im HNO-Bereich - ist regelmäßig in München vor Ort.


Hals-Nasen-Ohren-Praxis Dr. Walter Stehle - Regensburg & München